Navigate your digital Future with Internetgates

WordPress Child Theme erstellen ohne Plugin

WordPress Child Theme erstellen – sauber, sicher und ohne Plugin

Wer Anpassungen an einem WordPress-Theme vornimmt, sollte diese niemals direkt im Haupttheme durchführen.
Mit einem Child Theme bleiben eigene Änderungen updatesicher – und lassen sich sauber, kontrolliert und ohne zusätzliche Plugins umsetzen.

Was ist ein Child Theme – und warum ist es sinnvoll?

Ein Child Theme ist ein „Unter-Theme“, das auf einem bestehenden Theme basiert.
WordPress lädt zuerst das Haupttheme und ergänzt anschließend alle Dateien aus dem Child Theme.

Der große Vorteil:
Updates des Hauptthemes überschreiben keine eigenen Anpassungen.

Typische Einsatzbereiche für ein Child Theme:

  • eigenes CSS

  • kleine PHP-Anpassungen

  • zusätzliche Funktionen

  • gezielte Template-Änderungen

Child Theme manuell erstellen (empfohlener Weg)

Ein Child Theme besteht im Kern nur aus zwei Dateien:

  • style.css

  • functions.php

Plugins sind dafür nicht notwendig.

Schritt 1: Ordner für das Child Theme anlegen

Im Verzeichnis
/wp-content/themes/
einen neuen Ordner erstellen, z. B.:

divi-child

Der Ordnername ist frei wählbar, sollte aber eindeutig sein.

Schritt 2: style.css erstellen

Im neuen Ordner eine Datei style.css anlegen mit folgendem Inhalt:

/*
Theme Name: Divi Child
Template: Divi
Version: 1.0
*/

Erklärung:

  • Theme Name: Anzeigename im WordPress-Backend

  • Template: exakter Ordnername des Parent Themes

  • Version: optional, aber empfehlenswert

👉 Wichtig:
Der Wert bei Template: muss exakt dem Ordnernamen des Hauptthemes entsprechen.

Schritt 3: functions.php erstellen

Im gleichen Ordner eine Datei functions.php anlegen:

<?php
add_action( 'wp_enqueue_scripts', function() {
wp_enqueue_style(
'parent-style',
get_template_directory_uri() . '/style.css'
);
});

Damit wird das Stylesheet des Hauptthemes korrekt eingebunden.

Schritt 4: Child Theme aktivieren

Im WordPress-Backend:

  • Design → Themes

  • Divi Child (oder entsprechender Name) aktivieren

Ab diesem Moment laufen alle Anpassungen updatesicher über das Child Theme.

Wo kommen eigene Anpassungen hin?

Ab jetzt kannst du:

  • eigenes CSS direkt in die style.css schreiben

  • PHP-Code in die functions.php ergänzen

  • zusätzliche Dateien anlegen (z. B. custom.css, helpers.php)

👉 Änderungen bleiben erhalten – auch nach Theme-Updates.

Hinweis speziell für Divi (Divi 4 & Divi 5)

Divi bringt viele Anpassungsmöglichkeiten bereits mit.
Ein Child Theme ist besonders sinnvoll für:

  • eigenes CSS, das global gelten soll

  • kleine PHP-Snippets

  • saubere Projektstruktur bei Kundenwebsites

Die hier gezeigte Vorgehensweise funktioniert sowohl mit Divi 4 als auch mit Divi 5.

Fazit

Ein Child Theme ist die sauberste und sicherste Methode, um WordPress-Themes anzupassen.
Mit wenigen Dateien lässt sich eine stabile Grundlage schaffen – ganz ohne Plugin und ohne Abhängigkeiten.

Gerade bei professionellen Websites oder Kundenprojekten ist ein Child Theme nach wie vor Best Practice.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner